Zukunftspakt Ehrenamt - Was ist neu ab 2026?
Freiwilliges Engagement ist ein entscheidender Bestandteil unserer Gesellschaft: Millionen Menschen sind unbezahlt und mit Herzblut in Vereinen, Initiativen und Organisationen aktiv. Um dieses Engagement zu stärken, hat die Bundesregierung den Zukunftspakt Ehrenamt auf den Weg gebracht — ein Maßnahmenpaket, das insbesondere steuerliche Anreize, bürokratische Vereinfachungen und mehr Rechtssicherheit schafft.
📊 Wesentliche Fakten und Zahlen
🧾 Steuerliche Pauschalen (ab 1. Januar 2026)
Ehrenamtspauschale: Steigt von 840 € auf 960 € pro Jahr – steuerfrei für Engagierte.
Übungsleiterpauschale: Erhöhung von 3.000 € auf 3.300 € pro Jahr – steuerfrei für pädagogische, sportliche oder ähnliche Tätigkeiten.
➡️ Wer in mehreren Funktionen aktiv ist (z. B. Trainer und Vorstand), kann unter Umständen kombiniert bis zu 4.260 € steuerfrei erhalten.
📈 Rechtliche und steuerliche Erleichterungen für Vereine
Freigrenze für wirtschaftliche Einnahmen wird von 45.000 € auf 50.000 € pro Jahr angehoben.
Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung entfällt für Vereine mit Einnahmen bis 100.000 € – das schafft mehr Planungsspielraum im Alltag.
⚖️ Haftungsschutz
Das Haftungsprivileg für Ehrenamtliche wird vereinheitlicht und auf 3.300 € ausgeweitet. Das bedeutet: Engagierte haften im Zweifel nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
📌 Zahlen zum Engagement in Deutschland
Rund 30 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Deutschland – in über 600.000 gemeinnützigen Organisationen.
Etwa 72 % dieser Organisationen arbeiten ausschließlich mit Ehrenamtlichen.
🛠 Ziele des Zukunftspakts
Der Zukunftspakt Ehrenamt setzt darauf,
✔ das Ehrenamt attraktiver und einfacher zu machen,
✔ bürokratische Hürden für Vereine zu reduzieren,
✔ steuerliche Anerkennung und Planungssicherheit zu verbessern und
✔ den gesellschaftlichen Wert des Engagements bewusst zu stärken.
Diese Maßnahmen sollen besonders kleine und mittlere Vereine entlasten und mehr Menschen motivieren, sich freiwillig zu engagieren – ob im Sport, in sozialen Diensten, im Katastrophenschutz oder in kulturellen Projekten.