Junge Ideen für morgen: Erfolgreicher Abschluss der „Digitalen Zukunftstage 2026” in Kaufbeuren
Mit einer gut besuchten Abschlussveranstaltung im Historischen Sitzungssaal sind in der vergangenen Woche die „Digitalen Zukunftstage 2026” in Kaufbeuren zu Ende gegangen. Damit fand ein mehrwöchiger Beteiligungsprozess seinen Höhepunkt, in dem sich seit März zahlreiche Jugendliche intensiv mit der Zukunft ihrer Stadt bzw. Gemeinde auseinandergesetzt haben.
Über 50 Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 8a der Gustav-Leutelt-Schule, der 8Mc der Jörg-Lederer-Mittelschule und 2 Klassen der Privaten Wirtschaftsschule Frenzel hatten sich aktiv an dem Projekt beteiligt. Begleitet wurden sie dabei von Lehrkräften, Fachkräften der Jugendarbeit sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kommune. Ziel war es, konkrete Ideen für ein lebenswertes Kaufbeuren im Jahr 2050 zu entwickeln.
Der Beteiligungsprozess gliederte sich in mehrere Phasen: Den Auftakt bildeten Zukunftswerkstätten an den Schulen, in denen die Jugendlichen ihre Wünsche, Kritikpunkte und Visionen sammelten und konkrete Ideen entwickelten. Diese wurden im Anschluss mithilfe des Open-Source-Programms „Minetest” visualisiert. Im Unterricht wurden die Entwürfe politisch eingeordnet und weiterentwickelt, bevor sie am 23. März im Ideen-HUB gemeinsam mit der Jugendarbeit konkretisiert und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft wurden.
Bei der Abschlussveranstaltung präsentierten die Jugendlichen schließlich ihre ausgearbeiteten Projektvorschläge vor Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Zu den Gästen zählten unter anderem Oberbürgermeister Stefan Bosse, Stadtrat Holger Jankowski und Referatsleiterin Cornelia Otto.
Unter anderem wurden folgende Projekte vorgestellt:
• Generationenübergreifender Ausbau des Jordan-Parks – Einrichtung eines Barfußpfades und Aufstellung von Sitzgelegenheiten im Kreis
• freie Nutzung von Sportplätzen und Errichtung von Basketball-Plätzen
• Interkultureller Austausch an Schulen fördern und ausbauen
In der anschließenden Diskussion kamen die Jugendlichen direkt mit den Entscheidern ins Gespräch. Dabei wurden bereits erste konkrete Vereinbarungen getroffen: So wurde beispielsweise festgelegt, dass eine Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung des Projekts eingerichtet wird und eine Prüfung der Umsetzbarkeit durch die Verwaltung erfolgt.
Die „Digitalen Zukunftstage“ sind eine Weiterentwicklung der „Digitalen Zukunftsnächte“, die in den vergangenen Jahren von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) durchgeführt wurden. 2026 wird das Format in Kooperation mit der Fach- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung des BJR strukturell ausgebaut und in Zusammenarbeit mit der kidsLab gGmbH und „Q3. Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer“ realisiert.
Mit der Abschlussveranstaltung ist das Projekt in Kaufbeuren zwar offiziell beendet, doch sollen die angestoßenen Prozesse weitergeführt werden. Ziel ist es, die entwickelten Ideen schrittweise in die kommunale Planung einzubringen und so die Zukunft der Gemeinde gemeinsam mit jungen Menschen aktiv zu gestalten.