Zukunft jetzt – gemeinsam Lösungen finden!

Gesellschaftlichen Zusammenhalt durch gemeinsamen Dialog auf Augenhöhe fördern.

Zukunft jetzt

Das neue Bundesprogramm „Zukunft jetzt – gemeinsam Lösungen finden!“ ist am 1. Oktober 2016 in Kaufbeuren gestartet. Damit unterstützt der Bund die Stadt in den nächsten drei Jahren mit 150.000 Euro.

Es dient als Nachfolgeprogramm des bereits erfolgreich in Kaufbeuren durchgeführten Integrationslotsenprojektes "Willkommen Vielfalt - Vielfalt Willkommen".

Die Auswertung der Kontakte der Integrationslotsen im Projekt „Willkommen Vielfalt – Vielfalt Willkommen“ hat gezeigt, dass bei vielen Familien und Personen  - sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund - in den Bereichen Alltagsbewältigung, Schule, Ausbildung und Arbeit ein hoher Unterstützungsbedarf gegeben ist. Hier bietet sich der Ansatz über offene Angebote eine Vertrauensbasis herzustellen und gemeinsam mit den Gruppen Lösungswege zu erarbeiten, was gleichzeitig einen Abbau von Vorurteilen mit sich bringt.

Ziele:

  • Rasche Initiierung bzw. weiterer Ausbau eines nachhaltigen Dialogs zwischen Personen mit Migrationshintergrund sowie der heimischen Bevölkerung. Dieser soll die wechselseitige Akzeptanz von Zuwanderer- und Aufnahmebevölkerung verbessern. Als Mittel dienen Themen wie Bildung, Ausbildung und Beruf, gesellschaftliche und soziale Angebote aus Sport und Kultur sowie gemeinschaftsfördernde Aktivitäten.
  • Förderung des Zusammenhalts zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund. Dies geschieht durch Vertrauensaufbau in Interessengruppen und die Entwicklung von Lösungsansätzen zu gemeinsamen Problemen im Dialog untereinander und mit Fachleuten.
  • Steigerung von Autonomie und Selbstbestimmung bei allen Teilnehmer/innen.
  • Stärkung der Eigenverantwortung durch Orientierungshilfen und Wissenszuwachs und Förderung der Hilfe zur Selbsthilfe.
  • Aktivierung von Migrant/innen für bürgerschaftliches Engagement.

Ziel- und Altersgruppe:

Die Zielgruppe sind Zuwanderinnen und Zuwanderer sowie Menschen mit Migrationshintergrund mit dauerhafter Bleibeperspektive ab einem Alter von etwa 12 Jahren ergänzt durch Personen ohne Migrationshintergrund jeglichen Alters.

Laufzeit:

01.10.2016 bis 30.9.2019

Indikatoren:

  • Auswertung der Dokumentation des Projekts „Willkommen Vielfalt – Vielfalt Willkommen“.
  • Aufbau von neun Interessensgruppen.
  • Die Verteilung der Teilnehmer mit und ohne Migrationshintergrund steht im Verhältnis  60 zu 40.
  • Nach Kennenlernen und Vertrauensaufbau sind je Gruppe unter Einsatz von Dozenten und Lehrern mindestens drei Themen aus den folgenden vier Themenkreisen durchzuführen:
  • Alltag? Schaff ich!
  • Mein Kind wird es weiter bringen als ich!
  • Ich will – ich kann’s!
  • Wie tickt Deutschland   

Umsetzung

Methodische Schritte:

  • Bedarfsfeststellung in bestimmten Lebensräumen mit hohem Migrantenanteil.
  • Initiierung offener gemeinschaftsfördernder Angebote zu den Themengebieten Kinder, Handarbeit, Ernährung, Sport, Kultur, Politik, Drogen und Kriminalität.
  • Einflechten von Themen bei den Teilnehmern dieser offenen Angebote zur Lösung erkannter Probleme und Förderung der gegenseitigen Hilfe.
  • Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit von Einrichtungen und Organisationen mit den Gruppen, durch Einbeziehung von Mitarbeitern aus Einrichtungen, Schulen und Organisationen der Kooperationspartner in die Gruppenarbeit.

Der Methodik des Projektes liegt ein Perspektivwechsel zu Grunde: Nicht die Betonung der Integration durch Dialog steht im Vordergrund, sondern das Erkennen gemeinsamer Probleme und die Suche nach Lösungswegen im jeweiligen Lebensumfeld.

Der Begriff „Integration“ wird bewusst nicht verwendet weil er mehr die Abgrenzung betont, als die Gemeinsamkeit.

Operative Umsetzung:

  • Die operativen Angebote müssen für potentielle Teilnehmer/innen aus allen Kulturkreisen gewinnbringend sein. Hierfür werden die Bedarfe der Zielgruppen in den einzelnen Lebensräumen mit hohem Migrantenanteil ermittelt und über attraktive offene Angebote der Zugang zu den Zielgruppen geschaffen.
  • Gewinnung von Teilnehmern für die offenen Angebote:
  • Information über Flyer und Plakate an zahlreichen passiven Informationspunkten wie Behörden, Jobcenter, Bildungseinrichtungen u.a.
  • Pressearbeit. 
  • Vorstellung in Gremien wie Stadtrat, Integrationsbeirat, Schulleiterkonferenz u.a.
  • Mundpropaganda über das bestehende Integrationslotsennetzwerk und vorhandene Gruppen in den Familienstützpunkten. 
  • Diverse aktive Informationspunkte wie Kindertageseinrichtungen, Schulen, Sozialamt u.a. verweisen in direkter Ansprache in Frage kommende Personen an die Gruppen und geben aktiv Flyer mit.
  • Vorstellung des Projektes auf dem jährlichen Marktplatz der FreiwilligenAgentur Knotenpunkt 
  • Vorstellung des Projektes bei den Besuchern des jährlichen Festivals der Vielfalt
  • Nach dem Aufbau einer ersten Vertrauensbeziehung werden die Themen Alltagsbewältigung, Bildung und Ausbildung angesprochen. Die Gruppenleitungen sind dabei angehalten, den Wissenszuwachs an konkreten Beispielen oder Fragen aus dem Teilnehmerkreis auszurichten, zur gegenseitigen Hilfe zu ermuntern und Multiplikatoren für weitere Durchläufe oder für das Integrations- und Bildungslotsennetzwerkes zu gewinnen. Bestimmte Themen sind unter Mithilfe von Dozenten zu vertiefen. Dadurch, dass die Teilnehmer/innen nicht die Institutionen aufsuchen, sondern Vertreter der Institutionen in die Gruppen kommen, wird der Aufbau gegenseitigen Verständnisses weiter gefördert.
Bundesministerium des Innern
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